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Expert Statement: Lisa Asbäck-Kreinz


„Ich glaube deshalb, dass sich der Tourismussektor nach der Corona-Krise noch intensiver mit nachhaltigen Strategien auseinandersetzen muss. Anstelle von Greenwashing-Aktionen und Lippenbekenntnissen müssen langfristig wirksame Taten treten. Nachhaltiger Tourismus bedeutet für mich das Übernehmen von ökologischer und ökonomischer Verantwortung ebenso wie das Eintreten für faire Arbeitsbedingungen in der Tourismuswirtschaft.“

Die Corona-Krise als Chance für eine nachhaltige Tourismuszukunft

Plötzlich steht in der Reisebranche alles still. Verursacht vom Coronavirus SARS-CoV-2. Die Tourismuswirtschaft ist eine Branche, die besonders heftig auf Krisen reagiert. Erfahrungswerte im Umgang mit bewältigten Krisen, wie den Terroranschlägen 9/11, Naturkatastrophen oder der Finanzkrise im Jahr 2008 haben gezeigt, dass der Tourismussektor etwa drei bis fünf Jahre benötigt, um sich von massiven Krisensituationen wieder zu erholen.

Das Ausmaß des aktuellen globalen Lockdowns ist jedoch mit keiner der bisherigen Krisen vergleichbar. Die Tourismusbranche zählt nicht nur zu den größten Wirtschaftszweigen weltweit. Sie ist auch eine Domäne, die zahlreiche andere Sektoren aus Wirtschaft, Verkehr und Landwirtschaft mit in den Abgrund reißt.

Getrieben vom Wunsch nach Wachstum und noch mehr Wachstum haben sich mancherorts Destinationen und Landstriche in unverantwortbare Entertainment-Stätten verwandelt. Einhergehend mit einem ausufernden Massentourismus im besorgniserregenden Ausmaß. Neben Natur und Umwelt, leidet auch die lokale Bevölkerung unter dem Überhandnehmen eines unkontrollierten Tourismus.

Eine Initialzündung für mehr Nachhaltigkeit und Fairness in der Tourismusbranche

Krisen können auch Positives bewirken. Viele Experten machen sich dieser Tage Gedanken, wie es mit der Tourismusbranche weitergehen soll. Einig ist man sich darin, dass die Corona-Krise eine Chance ist, die Tourismusbranche neu auszurichten. Mehr Nachhaltigkeit und Fairness sind nun gefragt. Ich gehe einen Schritt weiter und sage, dass es keine andere Option gibt, als in diese Richtung zu steuern. Es muss ein gemeinsames Anliegen und Streben sein, nachfolgenden Generationen die Welt als einen lebenswerten Ort zu hinterlassen.

Ich glaube deshalb, dass sich der Tourismussektor nach der Corona-Krise noch intensiver mit nachhaltigen Strategien auseinandersetzen muss. Anstelle von Greenwashing-Aktionen und Lippenbekenntnissen müssen langfristig wirksame Taten treten. Nachhaltiger Tourismus bedeutet für mich das Übernehmen von ökologischer und ökonomischer Verantwortung ebenso wie das Eintreten für faire Arbeitsbedingungen in der Tourismuswirtschaft.

Eine nachhaltige und soziale Entwicklung des Tourismus in der Post-Corona-Ära kann nur mit einem konsequenten Umgang mit Katastrophen- und Klimarisken funktionieren. Der Klimawandel und seine globalen Zusammenhänge müssen noch transparenter kommuniziert werden, um als gesellschaftliches Gemeingut in unseren Köpfen Eingang zu finden. Auch Reisende und Touristen müssen ihr Scherflein dazu beitragen, dass Verantwortung und Fairness beim Reisen nicht auf der Strecke bleiben.

Die Pandemie hat viele von uns sensibilisiert und bei einigen vielleicht auch eine Änderung der persönlichen Sichtweise bewirkt. Besonders auf Social-Media-Kanälen ist zu beobachten, dass der Lockdown als ein „Aufatmen der Natur“ wahrgenommen wird. Viele genießen die eingekehrte Ruhe, freuen sich über die saubere Luft und einen Himmel ohne Kondensstreifen.Trotz Corona-Pandemie, drohender Wirtschaftskrise und Rezession wird die Reisefreude wieder aufflammen. In diesem Sinne bleibt zu hoffen, dass alle Akteure rund um Tourismus, Wirtschaft und Politik erkennen, wie stark wir in allen Lebensbereichen von intakten Umwelt- und Klimabedingungen abhängig sind.

Mag.phil. Lisa Asbäck-Kreinz studierte Kunstgeschichte an der Karl-Franzens-Universität Graz und war als Kunsthistorikerin in Wien tätig. Vor 12 Jahren wechselte sie in Tirol das Fach und fasste in der Sparte Marketing & Kommunikation Fuß. Nach langjähriger Zusammenarbeit mit Marketing- und Werbeagenturen machte sie sich Ende 2018 mit der TEXTIEREREI selbstständig. Die Schwerpunkte im Content Marketing der TEXTIEREREI liegen in den Branchen Tourismus & Hotellerie im Kontext mit Themen rund um Nachhaltigkeit und umweltfreundliches Reisen. Hand in Hand gehend mit suchmaschinenoptimierter Contenterstellung für mehr Reichweite und Sichtbarkeit im Internet.


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Anja Mutschler

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