Weder Wirtschaftsunternehmen, noch die Politik, die Wissenschaft oder die Zivilgesellschaft können die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf unsere Gesellschaft allein gestalten. Das gilt ebenso für die „Nach-Corona-Zeit“, denn das öffentliche Leben, unsere Formen der Mobilität, das Miteinander, Arbeitsweisen und auch unsere Städte werden sich ändern.

Über die nächsten Wochen hinweg werden sich ganz unterschiedliche Räume für Bestandsaufnahmen, Ideen und Verbesserungen öffnen. In der gemeinnützigen Organisation – dem Unternehmen – der Stadt – der Region – dem Land wird der Frage nach den Wirkungen der Corona-Pandemie auf die eigenen Ziele, die Programme und die Arbeitsweise nachgegangen werden. Gleichzeitig wird man sich viel mehr als vorher um weitere Partner im Netzwerk – auch außerhalb des eigenen Horizonts – bemühen, um neuartige Lösungen für das Miteinander zu finden. Damit meine ich nicht nur Veränderungen an der Oberfläche, wie alternative Formate für Präsenzseminare zu finden oder virtuelle Lösungen für den sozialen Austausch zu verfeinern. Wir müssen vielmehr den Blick weiten für die sozialen, kulturellen, ökonomischen und politischen Herausforderungen, die durch Corona verstärkt wurden. Was wird uns die Arbeit der Kulturschaffenden in Zukunft Wert sein? Was die der Wissensarbeiter? Wie werden sich Finanzierungs- und Fördermodelle ändern? Wie werden öffentliche Räume gestaltet und Wohnen in der Stadt?

Ganz gleich in welchem Bereich man aktiv ist: Silodenken wird nun endgültig zu der „Vor-Corona-Zeit“ gehören müssen.