Suchen oder Finden: Wo Sie Google voraus sind

Die Marktmacht des führenden Suchmaschinenkonzerns ist so stark, dass immer mehr Menschen sagen, sie hätten eine Information „bei Google“ gefunden. Dabei haben sie Texte, Bilder oder Informationen nicht auf Google selbst gefunden, sondern durch Google. Die Informationen, die Google selbst bereithält, haben nichts mit unseren Suchergebnissen zu tun. Diese macht der Konzern nur zugänglich.

Sie haben vielmehr mit unserem Suchverhalten zu tun. Googles Kapital sind die Stichworte, die wir bei dem Unternehmen von einem bestimmten Ort aus zu nachvollziehbaren Zeitpunkten eingeben. Während unser Interesse den Suchergebnissen gilt, interessiert sich Google selbst für uns. Es findet uns, indem wir etwas suchen.

Es steht völlig außer Zweifel, dass Google uns zu Informationsmengen Zugang verschafft, die alles Bisherige übertreffen. Drei Fähigkeiten muss der Benutzer der Suchmaschine allerdings weiterhin selbst mitbringen:

Erstens die Eignung, die Verlässlichkeit von Quellen einzuschätzen. Google bevorzugt große und populäre Seiten, und man könnte denken, dass eine Seite groß und populär ist, weil sie verlässliche Informationen enthält. Schon ein Blick in die deutsche Presselandschaft gibt aber Anlass, an dieser These zu zweifeln. Anbieter spezialisierter oder innovativer Informationen liegen oft unterhalb der Wahrnehmungsschwelle auch der leistungsfähigsten Suchmaschine.

Zweitens muss jeder Nutzer und jede Nutzerin die gefundenen Texte und Daten interpretieren. Dass er oder sie Zugang zu Informationen besitzt, heißt nicht, dass er oder sie diese auch in der eigenen Arbeit richtig einordnen kann. Jeder durch Google gefundene Text ist Teil einer anderswo geführten Debatte, die ihre ganz eigenen Voraussetzungen, Prägungen und Interessen hat. Und all dies wird beim Blick auf einen kleinen Ausschnitt nicht transparent.

Drittens muss, wer googelt, auch mit den Einschränkungen zurechtkommen, die Google ihm aufgrund seines Standorts, seiner Spracheinstellungen und seiner Suchchronik auferlegt. Google ist auch eine Wohlfühl-Suchmaschine: Sie bietet uns an, was uns nah ist, und dieses dörflich-gemeinschaftliche Denken hat seine Vorteile. Das Kinoprogramm einer Tausende von Kilometern entfernten Stadt nützt mir nichts. Wenn ich mein Produkt aber auf einem neuen Markt vertreiben will und Informationen über dessen Kultur und Struktur suche, legt mir Google viele Steine in den Weg. Google kann sich nicht vorstellen, wie weit ein innovativer Unternehmer vorausdenkt.

Alle drei Kenntnisse lassen sich erwerben, und sie sind vielerorts vorhanden. Sie geringzuschätzen, zahlt sich nicht aus. Auch wenn die Leistungsfähigkeit der Suchmaschine noch so beeindruckend ist.

Quellen: alle Links abgerufen am 04.04.2014

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