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Kolumne: Mutschler meint...
#27 4/01/2017 Geschätzte Lesezeit: 3 Minuten.

Wo kommen eigentlich die Experten her? Mutschler erklärt warum Experten nicht gleich Experten sind und worauf Nimirum bei der Expertenrekrutierung Wert legt.

Vom anderen Stern? // Warum Experten nur manchmal Experten sein dürfen (oder sollten)

Es ist nicht die Frage: Weiß der das, sondern: Woher kriegen Sie die eigentlich, die mir von Kunden öfter gestellt werden. Die heißt: die Experten. In der Expertenrepublik Deutschland – oder haben Sie je einen Nachrichtentag ohne „Expertenmeinung“ erlebt? – ist der Experte ein unantastbares Wesen.

Nach dem Beuys’schen Dekret, jeder sei ein Künstler, gilt für manche auch: Jeder ist ein Experte. Irgendwie stimmt das, und irgendwie war ich zum Beispiel kurze Zeit mal Expertin für die Beziehungen von Politik und Ästhetik im modernen Städtebau. Es folgte die Expertise über die Zusammensetzung von Milchpulver und Vergaberegeln bei Kitaplätzen. Eine Zeitlang war mir die technische Welt von Video-Codecs (naja, halbwegs) und PR-Portalen vertraut. Und heute? Heute bin ich auch so etwas wie eine Promenadenmischung aus Expertin für postmoderne Familien-Work-Life-Orga einerseits und für Wissenstransfergesellschaftsmodelle andererseits (das eine hilft dem anderen durchaus).

Aber mein eigenes Wissen überschätze ich nicht. Ich weiß: Eine belastbare Aussage kann nur jemand treffen, der sich ziemlich ausschließlich mit einer Sache beschäftigt, der alles Wichtige liest und daraus Perspektiven entwickeln kann.

Deshalb sind uns die Experten zu Recht heilig.

Aber oft hat man auch den Eindruck: Mancher zieht nur im größten Notfall einen Experten hinzu. Im öffentlichen Diskurs ist man sich nicht sicher, wie man es mit den Experten halten soll: Der oder die weiß das zwar besser, ist aber auch ein bisschen schrullig. Irgendwo scheinen sie weit weg zu wohnen. NIMIRUM ist in dieser Sichtweise eine Art Raumschiff, die die Experten, wenn es gerade passt, „vom anderen Stern“ holt.

Das betrifft vor allem Experten aus der Wissenschaft. Auch aufgrund einer teils unglücklichen Wissenschaftskommunikation denken viele in der Öffentlichkeit weiterhin, dass wir hier und die Experten da leben (Vgl. Wenig hilfreich. Drei Akademien äußern sich zur Wissenschaftskommunikation). Das muss sich ändern. Denn Unternehmen brauchen Wissen, und viele Experten teilen ihr Wissen sehr gern. Nimirum baut die Brücke.

Und Brückerbauer brauchen wir fast immer. Schöne Ausnahmen bestätigen die Regel: Die Geschichte der jungen Medizinerin, die uns alles über den Darm beibrachte, kennen Sie sicher.

Es entspricht unserer Vision, das Gespräch zwischen den Praktikern und den Wissenschaftlern zu beleben. Unsere Mission ist es aber auch, das Bild eines Menschen, der sich in Menschenmengen g’schamert in der Ecke herumdrückt, zu korrigieren. Indem wir unseren Kunden wichtige Erkenntnisse unserer Experten zugänglich machen.

Also: Wo wir sie herkriegen, die Experten? Wir fragen sie. Ganz einfach.

Im nächsten Infoletter meldet sich im September wieder mein Kollege Christophe Fricker (der, als Wissenschaftler und Unternehmer, gestern am Centre for Humanities Innovation der University of Durham genau diese Fragen mit Spitzenforschern und Nachwuchswissenschaftlern debattierte).

Lassen Sie uns noch vor dem Sommer neue Expertise in erfolgreiche unternehmerische Entscheidungen bringen! 

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Wir empfehlen Ihnen folgende Zitierweise:
Mutschler, Anja: „Kolumne: Mutschler meint...”, unter: https://www.nimirum.info/insights/b_027-aus-unserem-infoletter-07-2014-kolumne-mutschler-meint/ (abgerufen am 7/12/2018).

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Anja Mutschler

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