Menü
Kontakt

In eigener Sache: Die neuen NIMIRUM-Trends
#45 4/01/2017 Geschätzte Lesezeit: 4 Minuten.

Die Welt verändert sich. NIMIRUM kennt die neuesten Trends und hat sie hier für Sie zusammengestellt. Das NIMIRUM-Expertennetzwerk analysiert einzelne Faktoren dieser Trends mit Bezug auf Branchen, Regionen und Märkte – exklusiv für Sie und Ihre Kunden.

„Die Obsession mit dem Neuen ist schon ziemlich altmodisch, und die Welt verändert sich so schnell, dass wir uns eigentlich gemütlich zurücklehnen können.“ Das ist die eine Extremposition. Die andere lautet: „Lebens- und Arbeitsverhältnisse sind von Tag zu Tag kaum noch wiederzuerkennen, und wir müssen mit der Entwicklung Schritt halten.“ Die Wahrheit liegt in der Mitte. Die großen, unbestreitbaren Veränderungen nennen wir Trends.

NIMIRUM untersucht diese Entwicklungen für seine Kunden. Als Grundlage für die weitere Arbeit mit Ihnen legen wir heute die neuen NIMIRUM Trends vor. Unser größter Trend macht Ihnen Mut: Mythos Fortschritt – wir wissen nicht, ob immer alles besser wird. Wir wissen nicht, ob wir alle auf der Bahn eines unaufhaltsamen Fortschritts leben. Aber wir können unsere gesellschaftliche Wirklichkeit gestalten. Wir können durch Ressource Management and Sustainability dafür sorgen, dass Ideen, natürliche Ressourcen und menschliche Bindungen langfristig zum Tragen kommen. Unsere Expertinnen und Experten stehen Ihnen zur Verfügung und beleuchten für Sie die Auswirkungen großer Trends auf Ihre Branchen und Märkte, damit Sie die Wirklichkeit mitgestalten können.

Customisation und Individualisierung zeigen einen neuen Schritt der Globalisierung an. Die Globalisierung war zunächst eine Zeit der Vereinheitlichung. Plattformen wurden integriert, Prozesse vereinheitlicht und Barrieren abgebaut. Nun können einzelne Unternehmen, Anwender und Verbraucher auf dieser Basis ihre jeweils eigenen Wünsche umsetzen. Auf wirtschaftlicher Ebene vollzieht sich also, was in der Politik Partizipation im Streben nach Gerechtigkeit heißt. Dadurch geraten klassische Rollen ins Wanken – die Trennung zwischen Produzenten und Konsumenten, Regierenden und Regierten, Schöpfern und Nutzern löst sich auf. Das hat Konsequenzen für das Verhältnis von Arbeit und Freizeit, die nicht mehr, wie im 19. Jahrhundert, klar voneinander abgrenzbar sind. Statt von „Arbeit“ sprechen wir von New Work, von wertschöpfenden Tätigkeiten in einer Vielfalt von Umfeldern.

Die Rahmenbedingungen dieser Tätigkeiten verändern sich – das Wie, das Wo und das Wer. Die Virtualisierung schreitet voran; weil Wissen ständig verfügbar ist, orientieren wir uns aber gleichzeitig hin zu ganz bestimmten Orten, zu The New Local, wowir leben, Verantwortung übernehmen und uns gern aufhalten. Mobilität und Migration nennen wir den Trend zur Ortsveränderung, und die beiden Begriffe zeigen an: Wir können oft nicht mehr unterscheiden, welche Ortsveränderungen gewollt und welche erzwungen sind, welche durch Push- und welche durch Pull-Faktoren bewirkt werden. Schließlich Y(outh) and Silver Society, der Generationentrend: Jugendliche und junge Erwachsene werden immer stärker zu Subjekten sozialen Handelns. Sie gestalten Wirtschaft und Gesellschaft mit. Sie sind gut ausgebildet, treffen Kaufentscheidungen und wählen. Der demographische Trend hin zu einer älter werdenden Gesellschaft vollzieht sich parallel dazu. Und das Verhältnis der Geschlechter zueinander, gefasst im Begriff Gender,verändert sich so schnell wie kaum ein anderer Bereich – so sehr, dass wir gar nicht mehr genau sagen können, wie viele Geschlechter es denn gibt.

Für den Einzelnen ergeben sich neue Möglichkeiten. Er oder sie kann die eigenen Fähigkeiten weiterentwickeln und zu Skills Society und einer immer besseren Qualifizierung der Arbeitswelt beitragen; und er oder sie kann selbstbewusst, aber auch vorsichtig mit dem eigenen Körper umgehen. Health Style und Fitness umfasst gesundheitliche, sportliche, ästhetische und medizinische Aspekte, um die sich der einzelne Mensch sorgt.

Öffentliche Debatten nicht erst der vergangenen zwölf Monate beschäftigen sich vorrangig mit Technologiethemen – mit Big Data und Datenschutz, mit den Möglichkeiten und Grenzen des Einsatzes von Softwareprogrammen, mit der Privatsphäre des Menschen und den Entscheidungsspielräumen einer Gesellschaft. Durch Smart Home, Internet der Dinge und Mobile Access werden sich diese Fragen in den kommenden Jahren noch viel dringlicher stellen. Aus unserer Sicht empfiehlt sich eine multidisziplinäre, internationale, wertorientierte und leistungsbewusste Herangehensweise. Dann werden einzelne Produktfelder wie E-Commerce, Augmented Reality und die Umwandlung der digitalen Wirtschaft in eine Attention Economy eher legitimiert und akzeptiert werden, was für eine nachhaltige Entwicklung unumgänglich ist.

Sie denken trendorientiert?
Sie möchten über Zukunftsthemen und aktuelle Entwicklungen in der Kommunikation Bescheid wissen? NIMIRUM recherchiert Trends für Branchen, Regionen und Märkte. Ihre Ansprechpartnerin ist Anja Mutschler, sie erreichen Sie hier. Oder Sie bewerben sich als Experte (hier).

NIMIRUM auf FacebookNIMIRUM auf TwitterAnmeldung zum Infoletter
Telefonisch unter 0341/ 580 680 73

Wir empfehlen Ihnen folgende Zitierweise:
NIMIRUM: „In eigener Sache: Die neuen NIMIRUM-Trends”, unter: https://www.nimirum.info/insights/b_045-in-eigener-sache-die-neuen-nimirum-trends-aus-unserem-infoletter-08-2014/ (abgerufen am 7/12/2018).

Ein Thema, mit dem Sie beruflich zu tun haben?


Anja Mutschler

Anja Mutschler

Managing Partner

Dann helfen wir Ihnen, auf dem Laufenden zu bleiben. Nimirum bespielt fundiert eine Bandbreite an Themen, die für Menschen und Märkte derzeit interessant sind. Abonnieren Sie unseren Infoletter, der Ihnen regelmäßig alle Insights zusammenfasst. Oder buchen Sie eine Research von Nimirum, die Ihnen komplett und maßgeschneidert dieses Thema aufbereitet. Schauen Sie hier, was wir im Angebot haben oder kontaktieren Sie Anja Mutschler direkt als Ihre Ansprechpartnerin für Research-Projekte.

Kontakt mit Anja Mutschler

Dieser Artikel ist ihnen etwas wert:

Diesen Artikel bewerten:

Weitere verwandte Artikel lesen


Reporting for Change: Wie CSR-Berichte ein Unternehmen verändern #223 – 22/10/2018

In diesem Jahr sind Unternehmen erstmals dazu verpflichtet eine nicht-finanzielle Erklärung zu den sozialen und ökologischen Dimensionen ihrer Arbeit abzugeben – eine Neuerung die für viele betroffene Unternehmen nur als zusätzliche Arbeit gesehen wird. NIMIRUM-Expertin Kerstin Hermuth-Kleinschmidt zeigt, wie aus dem CSR-Bericht statt leidiger Verpflichtung ein direkter Mehrwert für das Unternehmen wird.

„I BIMs, let’s play XR!“ – Was Digitalisierung der Baubranche bringen kann #220 – 28/02/2018

Die Baubranche steckt mitten in den Digitalisierungswehen: Produktion 4.0, 3D-Print und Smart Home sind etablierte Kategorien. Die digitale Revolution reicht indes viel weiter: Das digitale Bau-Tool „BIM“ optimiert und verschlankt viele Prozesse. Es ist auch in der Lage, brandneue Innovationen von Bitcoin bis XR zu integrieren - ohne ein echtes Gespräch zwischen allen Gewerken droht die Digitalisierung der Baubranche aber zum Rohrkrepierer zu verkommen.

„Nachhaltige Vernetzung nötig“ – Demenznetzwerke.de im Gespräch #215 – 28/11/2017

Der Patient von heute informiert sich online: Eine neue Gattung Gesundheitsportale ist dabei entstanden, die nicht nur den Patienten, sondern immer häufiger auch andere Anspruchsgruppen informiert: Politik, Pharmaunternehmen, medizinische Start-Ups, Krankenkassen. NIMIRUM nimmt die neuen Spezialportale unter die Lupe, in Folge 2: Demenznetzwerke.de.

„Informativ nicht investigativ“ - Leafly.de im Gespräch #198 – 4/08/2017

Der Patient von heute informiert sich online: Eine neue Gattung Gesundheitsportale ist dabei entstanden, die nicht nur den Patienten, sondern immer häufiger auch andere Anspruchsgruppen informiert: Politik, Pharmaunternehmen, medizinische Start-Ups, Krankenkassen. NIMIRUM nimmt die neuen Spezialportale unter die Lupe, in Folge 1: Leafly.de, das über medizinisches Cannabis informiert.

Future of Finance: Rebellion der Schalterschlange #197 – 26/06/2017

Maik Klotz, eine Art Supercoach der Bankenwelt, hat sein Image weg. Eines, das er sich jedoch selbst gegeben hat: Rebell mit Tattoo, Quertreiber auf der Bühne, Non-Konformist in einem konservativen Gewerbe – das, so betont er während des Themenboost-Interviews von NIMIRUM, endlich aufwachen müsse und anfangen, seine Kunden „zu verstehen“.

Future of Finance: Fintechs – Vorsicht am Bahnsteig! #196 – 20/06/2017

Über Fintechs wird viel geredet. Große Erwartungen sind mit den kleinen Apps verbunden: Eine Revolution des Finanzwesens und unseres Geldes. Doch beim Geld ist immer etwas mehr Vorsicht geboten. Banken und Aufseher nehmen Fintechs nicht nur wegen ihrer Chancen ernst. Viele haben Sorgen, dass der Zug beim Anrollen einen zu starken Sog entwicklen könnte, gerade für Nachzügler wie Deutschland.

Future of Finance: Brauchen wir Nachhaltigkeit? #195 – 7/06/2017

"Nachhaltigkeit" kostet ein Unternehmen nur Geld und gehört hauptsächlich in die PR- und Marketingabteilung. Ein Betrieb muss zuallererst Gewinn machen, bevor er sich diesen "Luxus" leisten kann. Diese Aussage werden wohl immer weniger Firmenchefs unterschreiben.

Future of Finance: 7 Thesen zur Digitalisierung von Banken #194 – 6/06/2017

Warum sehen Banken die Digitalisierung nicht als echte Chance und weigern sich tiefgreifende Veränderungen zu unternehmen, um zukunftsfähig zu sein? Die 7 Thesen sind Erklärungsversuch und Diskussionsgrundlage für dieses komplexe und vielschichtige Thema.

Wie New Work und Altern jetzt zusammengehören #190 – 15/03/2017

Prof. Kunze thematisiert den demographischen Wandel in Unternehmen. Mit einer Studie untersucht er den Zusammenhang zwischen gefühltem Alter und Produktivität, welcher letztendlich auch bestätigt werden kann. Gefühltes Alter wird am Arbeitsplatz durch ein angenehmes Arbeitsumfeld und sinnvolle Aufgaben positiv beeinflusst.

Die beste Trendstudie? Science-Fiction! #186 – 15/03/2017

Das Science-Fiction-Genre steigt wieder in der Gunst des Publikums und erreicht eine immer größer werdende Zahl an Menschen. Aber können uns die von Autoren entworfenen Zukunftsvisionen mehr bieten als Realitätsflucht? NIMIRUM-Experte Marcus Hammerschmitt zeigt, warum es sich für globale oder ganz persönliche Zukunftsentwürfe lohnt, sich mit guter Science-Fiction eingehend zu beschäftigen.