Menü
Kontakt

Bei NIMIRUM hat die Zukunft der Arbeit schon begonnen
#188 7/03/2017 Geschätzte Lesezeit: 3 Minuten.

Das Expertennetzwerk von NIMIRUM arbeitet digital, global, schnell und agil. Man könnte meinen alleine das reicht schon um dem Konzept New Work gerecht zu werden. Doch es geht auch um die individuellen Arbeitsweisen, die letztendlich auf der Basis gemeinsamer Werte, durch Technologieeinsatz und ein angenehmes Umfeld unter der Corporate Identity zusammenfinden sollten. Anja Mutschler räsoniert.

NIMIRUM kann man auf zweierlei Weise begegnen: Man kann das Konzept eines individuellen Wissenshubs für Unternehmen revolutionär finden, weil sie ein uraltes Gremium ins schnelle digitale Zeitalter gebracht hat - den Beraterstab.

Oder man findet es etwas aus der Zeit gefallen, weil wir trotz Digitalisierung, Automatisierung, Enthierarchisierung immer noch finden, dass ein Mensch mit Ahnung nicht nur Ahnungen haben darf. Experten sind bei NIMIRUM Menschen, die sich gut auskennen, die Fakten schätzen und Gerüchte erkennen. Und die helfen, gute Entscheidungen zu treffen. Diese Menschen haben wir in einem digitalen Netzwerk versammelt.

Das Festhalten an einer tradierten Definition von Expertise – als Kontrapost zur in den Nullerjahren viel diskutierten „Schwarmintelligenz“ – hat uns durch viele Projekte getragen. Übrigens, gerade weil die meisten unserer Projekte kurzfristiger sind etwa als seinerzeit meine Themenfindung für eine wissenschaftliche Hausarbeit, sind ja echte Expert:innen gefragt. Denn Aktualität, Relevanz und Seriosität einer Quelle lassen sich schwer einordnen, wenn man sich neu einarbeiten muss.

Was wir in der Tat revolutionieren wollten, waren Art und Geschwindigkeit, im Geschäftsalltag Expertise bis in akademische Tiefen abzurufen. Bis heute fragen Kunden im ersten Gespräch: „Und DAS geht?“

Eine schnelle Wissenschaft gilt, vielleicht nicht ganz unverdient, als Oxymoron. Uns helfen dabei digitale Werkzeuge, die uns unter anderem ermöglichen, global Expert:innen zu vernetzen, die wir agil zu Wissenshubs zusammenstellen, um Kundenprojekte (auch) in hoher Geschwindigkeit abzuwickeln. Aber, really, ist das schon New Work?


Mehr Wissen?

Mit Research von NIMIRUM können auch Sie individuelle Insights und Handlungsempfehlungen für Ihre Projekte nutzen.
Ihre Fragen. Unsere Antworten.


Ich glaube nicht. Digital und global, schnell und agil sind – lediglich – die Symptome einer international verflochtenen Projektgesellschaft. Es gibt kaum ein Unternehmen, das sich nicht damit herumschlagen muss. Aber: Wenn eine von allen Ebenen getragene Corporate Identity gelingt, wenn interne und externe Mitarbeiter auf der Basis gemeinsamer Werte zusammenarbeiten, wenn vielleicht sogar die (innen-)architektonische Struktur Freude bereitet UND wenn alle eingesetzten Technologien funktionieren, dann ist schon viel erreicht. Und dann man kann möglicherweise von New Work sprechen.

Meinem Kollegen Dr. Christophe Fricker und mir ging es mit NIMIRUM jenseits dieser Instrumente um etwas ganz Anderes: Menschen einen Raum zu geben, die gerne arbeiten, aber manchmal vielleicht etwas schneller, sinnstiftender oder spezifischer sein möchten: spezialisierte Wissenschaftler:innen, die promovieren oder promoviert haben, exzellente Freiberufler:innen in Text und Werbung, „ausgewiesene“ Fachjournalist:innen. Oder eben erfahrene Angestellte, die nebenbei Lust haben, ihre Erkenntnisgewinne zu teilen.

Was der in Sachsen geborene deutsch-amerikanische Philosoph Frithjof H. Bergmann ab den 1970ern als einer der ersten mit Bewegung „New Work, New Culture“ entwickelte ( lesen wir im Einleitungstext und hören wir im Audio-Boost), war eine Art Lustgewinn für die Mitarbeiter: Entdeckt euch, Leute! Gebt eurem Leben einen Sinn! In aller Verkürzung und unter Auslassung der historischen Bedingungen bei Bergmann geht es uns genau darum: Erkenntnisinteresse, das nicht zwangsläufig im Korridor einer Konzernzentrale Entfaltung finden kann, aufzufangen, Unabhängigkeit zu fördern (und die Ergebnisse unabhängigen Denkens wieder an die Konferenztische zu bringen). Und dies gelingt uns, weil wir Knowledge Worker einbinden, die weder angestellt noch weisungsgebunden arbeiten, sondern nur ihrem Wissensethos verpflichtet sind. Dennoch gehören sie zu NIMIRUM wie wir (internen) Mitarbeiter.

Ein responsives, agiles, unabhängiges Expertennetzwerk, bei dem sich alle entwickeln dürfen: die akkreditierten Teilnehmer des Verbundes, unsere Experten, die Architekten der Struktur, unsere Mitarbeiter und Mitdenker und unsere Kunden. Uns scheint, als ob die projekt-, evidenz- und effizienzorientierte Arbeitswelt der Handlungsfreiheit (Bergmann) noch immer bedürfe. Deshalb, ja, hat NIMIRUM viel mit New Work zu tun. Aber sicherlich nicht bloß wegen eines supertollen Tools.

Wir empfehlen Ihnen folgende Zitierweise:
Mutschler, Anja: „Bei NIMIRUM hat die Zukunft der Arbeit schon begonnen”, unter: https://www.nimirum.info/insights/b_188-bei-nimirum-hat-die-zukunft-der-arbeit-schon-begonnen/ (abgerufen am 15/05/2018).

Ein Thema, mit dem Sie beruflich zu tun haben?


Anja Mutschler

Anja Mutschler

Managing Partner

Dann helfen wir Ihnen, auf dem Laufenden zu bleiben. Nimirum bespielt fundiert eine Bandbreite an Themen, die für Menschen und Märkte derzeit interessant sind. Abonnieren Sie unseren Infoletter, der Ihnen regelmäßig alle Insights zusammenfasst. Oder buchen Sie eine Research von Nimirum, die Ihnen komplett und maßgeschneidert dieses Thema aufbereitet. Schauen Sie hier, was wir im Angebot haben oder kontaktieren Sie Anja Mutschler direkt als Ihre Ansprechpartnerin für Research-Projekte.

Kontakt mit Anja Mutschler

Dieser Artikel ist ihnen etwas wert:

Diesen Artikel bewerten:

Weitere verwandte Artikel lesen


Wie geht es weiter mit Journalismus und Gesellschaft? #217 – 15/12/2017

Wer sich heute für den Journalismus entscheidet, hat klare Vorstellungen – aber auch Fragen: an Medienhäuser, an die Öffentlichkeit, an sich selbst. Die 12 Studierenden des internationalen Masterstudiengangs New Media Journalism (NMJ) haben sich zum Auftakt an der Leipzig School of Media in einer Übung journalistisch mit dem Thema Journalismus auseinandergesetzt. Einige Gedanken und Reflexionen von Studiengangsleiter Dr. Tobias D. Höhn.

Hypermobility! NIMIRUM auf der Hypermotion #216 – 11/12/2017

Alfred Fuhr war für NIMIRUM auf der neuen Messe Hypermotion in Frankfurt und hat mit Beteiligten und Gästen über den Begriff der Hypermotion als Oberbegriff zu Mobilität, Logistik, Digitalisierung und Dekarbonisierung gesprochen. Bildquelle: Messe Frankfurt Exhibition GmbH.

„Nachhaltige Vernetzung nötig“ – Demenznetzwerke.de im Gespräch #215 – 28/11/2017

Der Patient von heute informiert sich online: Eine neue Gattung Gesundheitsportale ist dabei entstanden, die nicht nur den Patienten, sondern immer häufiger auch andere Anspruchsgruppen informiert: Politik, Pharmaunternehmen, medizinische Start-Ups, Krankenkassen. NIMIRUM nimmt die neuen Spezialportale unter die Lupe, in Folge 2: Demenznetzwerke.de.

5 Fragen an ... Anja Mutschler und Christophe Fricker #213 – 26/10/2017

Die Frage, ob Wissen käuflich ist, ist fast eine philosophische. Unstrittig ist jedoch, dass ein Wissensvorsprung im Geschäftsleben heute unabdingbar ist. Im Interview berichten die Gründer und Geschäftsführer von NIMIRUM, Anja Mutschler und Dr. Christophe Fricker, über die Illusion der neuen Datenwelt und darüber, dass Expertise auch heißen kann, den menschlichen Faktor zu berücksichtigen.

Wie sieht die Zukunft der Mobilität aus? #208 – 29/09/2017

Wir haben alle Veröffentlichungen der letzten Wochen zum NIMIRUM Themenboost Mobility hier abschließend zusammengestellt – Fachbeiträge von Experten, unser Audioboost sowie kommentierte Links zum Thema.

Future of Mobility: Wie wir urbane Mobilität gestalten #210 – 27/09/2017

„Um zu erfahren, wie urbane Mobilität auch anders gedacht werden kann, lohnt sich ein Blick in Städte wie Amsterdam“. Unser Experte Michael Weber und Kommunikationsdesignerin Eva Jahnen zeigen mit Ihrer Infografik eine Vision für die Städte der Zukunft, in denen die Lebensqualität der Menschen wieder im Vordergrund stehen.

Mobilität in China – ein Vorbild? #209 – 27/09/2017

Genau wie Deutschland investiert China in die Entwicklung von alternativen Antriebssystemen. Doch ganz im Gegensatz zu Deutschland scheinen Elektroautos in der Volksrepublik auch in der alltäglichen Verwendung realistisch angelegt zu sein.

Future of Mobility: Kampf der Mobilitätskulturen? #207 – 26/09/2017

Studien zur Zukunft der Mobilität fokussieren oft eine gutverdiendende, urbane Zielgruppe. NIMIRUM-Experte Gunter Heinickel erklärt, warum eine Verbreiterung der Perspektive auf vielen Ebenen notwendig ist, um die Anforderungen von Mobilitätslösungen zu identifizieren.

Haben Autos künftig ein Bewusstsein? #206 – 14/09/2017

Verkehrssoziologe Alfred Fuhr weiß, dass Autos nicht nur ein Bewusstsein haben, sondern auch betrügerische Taten vollbringen können. Darüber schreibt er in „Haben Autos künftig ein Bewusstsein? Ein vorausschauender Rückblick auf die IAA 2017 aus der Perspektive der automobilen Gesellschaft.“

Future of Mobility: Audioboost #205 – 14/09/2017

Zum Themenboost Zukunft der Mobilität und pünktlich zur Eröffnung der IAA spricht Anja Mutschler von NIMIRUM mit zwei Experten: Alfred Fuhr, führender Verkehrssoziologe in Deutschland, und Dr. Gunter Heinickel, langjähriger Mobilitätsforscher u.a. an der TU Berlin