Menü
Kontakt

Future of Mobility: Wie wir urbane Mobilität gestalten
#210 27/09/2017 Geschätzte Lesezeit: 3 Minuten.

„Um zu erfahren, wie urbane Mobilität auch anders gedacht werden kann, lohnt sich ein Blick in Städte wie Amsterdam“. Unser Experte Michael Weber und Kommunikationsdesignerin Eva Jahnen zeigen mit Ihrer Infografik eine Vision für die Städte der Zukunft, in denen die Lebensqualität der Menschen wieder im Vordergrund stehen.

Der Veränderungsdruck für die deutschen Städte in Sachen Mobilität ist hoch. Aufgrund zu hoher und gesundheitsschädlicher Luftverschmutzung drohen Fahrverbote für Dieselfahrzeuge in vielen Städten. Der zunehmende Verkehrsstillstand durch Staus zieht hohe ökonomische Kosten nach sich und sorgt für eine sinkende Lebensqualität für Pendler und Einwohner. Immer mehr Menschen stellen daher die Frage, ob die starke Fokussierung auf die „autogerechte Stadt“ seit den 1950er Jahren und das Festhalten am Verbrennen fossiler Brennstoffe noch zukunftsfähig sein kann.

Um zu erfahren, wie urbane Mobilität auch anders gedacht werden kann, lohnt sich ein Blick in Städte wie Amsterdam. In den 1960er und 70er Jahren folgte auch dort die Stadtplanung noch dem Credo des „Auto first“, aber getragen von einem gesellschaftlichen Wandel und einer klaren politischen Richtungssetzung entschied Amsterdam 1992, zukünftig konsequent auf das Fahrrad zu setzen, Parkplätze abzubauen und die Straßen nach und nach umzugestalten.

Seit 2010 verfolgt Amsterdam zudem das Ziel, dass bis zum Jahr 2025 der gesamte Verkehr der Stadt emissionsfrei ablaufen soll. Um das zu erreichen, setzt die Stadt konsequent auf E-Mobilität, verbunden mit einem weitreichenden Ausbau der Ladeinfrastruktur, attraktiven Incentives für E-Mobilität, Fahrverbotszonen für ältere Fahrzeuge sowie die Förderung innovativer Verkehrsprojekte. Heute ist Amsterdam europäische Innovationshauptstadt und gilt als einer der fahrradfreundlichsten und nachhaltigsten Städte der Welt.

Vor dem Hintergrund solcher Positivbeispiele und unterstützt von rapide fortschreitenden Innovationen in Bereichen wie autonomes Fahren, der digitalen Vernetzung von Städten (Smart City) sowie neuen Sharing-Geschäftsmodellen, wird in den Städten der Zukunft die Lebensqualität der Menschen wieder im Vordergrund stehen. In unserer Infografik zeigen wir unsere Vision für den urbanen Wandel in den nächsten 10 bis 20 Jahren.

© Creators Collective. © Creators Collective, Keine Weiterverbreitung ohne ausdrückliche Erlaubnis

Zu den Personen

Michael Weber ist Innovationsberater, Design Thinking Coach und Gründer des CREATORS COLLECTIVE. Als kreativer Querdenker arbeitet er an der Schnittstelle zwischen Wirtschaft, Design und Technologie, um nutzerzentrierte Produkte und Lösungen für eine bessere Zukunft zu entwickeln. Zu den Themen nachhaltige Mobilität und urbane Stadtentwicklung hält er regelmäßig Vorträge und veröffentlicht Fachartikel in deutsch- und englischsprachigen Publikationen.

Eva Jahnen ist Kommunikationsdesignerin und Gründerin des CREATORS COLLECTIVE. Ihr Arbeitsspektrum reicht von Corporate und Digital Design über Informationsvisualisierung bis hin zu Handlettering und Graphical Recording. Mit ihrer Arbeit versucht sie, die Welt jeden Tag ein bisschen besser zu machen.

CREATORS COLLECTIVE ist eine ethisch und ökologisch ausgerichtete interdisziplinäre Gruppe aus Künstlern, Designern, Ingenieuren und Entrepreneuren. Was uns eint ist die gemeinsame Vision, mit unseren Projekten eine nachhaltigere und menschlichere Gesellschaft zu schaffen. Dazu entwickeln wir Produkte, Geschäftsmodelle und soziale Innovationen von der ersten Idee zur fertigen Lösung. Wir beschäftigen uns mit Zukunftsthemen als Teil unserer Projekte und in Form von Filmen, Ausstellungen und Veröffentlichungen. Wir setzen Zeichen mit sozialen Aktionen und Interventionen im öffentlichen Raum. www.creators-collective.com

Wir empfehlen Ihnen folgende Zitierweise:
Weber, Michael: „Future of Mobility: Wie wir urbane Mobilität gestalten”, unter: https://www.nimirum.info/insights/b_210-future-of-mobility-die-zukunft-urbaner-mobilitaet-in-den-staedten-von-morgen/ (abgerufen am 15/05/2018).

Ein Thema, mit dem Sie beruflich zu tun haben?


Anja Mutschler

Anja Mutschler

Managing Partner

Dann helfen wir Ihnen, auf dem Laufenden zu bleiben. Nimirum bespielt fundiert eine Bandbreite an Themen, die für Menschen und Märkte derzeit interessant sind. Abonnieren Sie unseren Infoletter, der Ihnen regelmäßig alle Insights zusammenfasst. Oder buchen Sie eine Research von Nimirum, die Ihnen komplett und maßgeschneidert dieses Thema aufbereitet. Schauen Sie hier, was wir im Angebot haben oder kontaktieren Sie Anja Mutschler direkt als Ihre Ansprechpartnerin für Research-Projekte.

Kontakt mit Anja Mutschler

Dieser Artikel ist ihnen etwas wert:

Diesen Artikel bewerten:

Weitere verwandte Artikel lesen


10 Leseempfehlungen von Dr. Christophe Fricker #218 – 19/12/2017

Zum Ende des Jahres hat Dr. Christophe Fricker, Managing Partner bei NIMIRUM und selbst Autor, Übersetzer und Literaturwissenschaftler, 10 Leseempfehlungen zusammengestellt. Egal ob als Last-Minute-Weihnachtsgeschenk oder Jahresrückblick auf 2017.

Wie geht es weiter mit Journalismus und Gesellschaft? #217 – 15/12/2017

Wer sich heute für den Journalismus entscheidet, hat klare Vorstellungen – aber auch Fragen: an Medienhäuser, an die Öffentlichkeit, an sich selbst. Die 12 Studierenden des internationalen Masterstudiengangs New Media Journalism (NMJ) haben sich zum Auftakt an der Leipzig School of Media in einer Übung journalistisch mit dem Thema Journalismus auseinandergesetzt. Einige Gedanken und Reflexionen von Studiengangsleiter Dr. Tobias D. Höhn.

Hypermobility! NIMIRUM auf der Hypermotion #216 – 11/12/2017

Alfred Fuhr war für NIMIRUM auf der neuen Messe Hypermotion in Frankfurt und hat mit Beteiligten und Gästen über den Begriff der Hypermotion als Oberbegriff zu Mobilität, Logistik, Digitalisierung und Dekarbonisierung gesprochen. Bildquelle: Messe Frankfurt Exhibition GmbH.

Schluss mit der Sachlichkeit im Umgang mit „den Fremden“! #214 – 24/11/2017

Im November hat Dr. Christophe Fricker, Managing Partner von Nimirum, bei der Veranstaltungsreihe „Wirtschaft im Dialog“ über die Notwendigkeit eines mutigen Umgangs mit der Fremdheit gesprochen. Die Veranstaltung des Vereins Wirtschaft für ein weltoffenes Sachsen e.V. bot dabei auch die Möglichkeit zum Austausch zwischen den 70 Gästen.

5 Fragen an ... Anja Mutschler und Christophe Fricker #213 – 26/10/2017

Die Frage, ob Wissen käuflich ist, ist fast eine philosophische. Unstrittig ist jedoch, dass ein Wissensvorsprung im Geschäftsleben heute unabdingbar ist. Im Interview berichten die Gründer und Geschäftsführer von NIMIRUM, Anja Mutschler und Dr. Christophe Fricker, über die Illusion der neuen Datenwelt und darüber, dass Expertise auch heißen kann, den menschlichen Faktor zu berücksichtigen.

Kann Research nicht auch mal Spaß machen? #212 – 10/10/2017

Darf Forschung eigentlich Spaß machen? Christophe Fricker sprach mit DLR-Standortleiter und Raumfahrtexperte Professor Joachim Block. Und hört: Ohne Herzblut geht es nicht. Intellektuelle Leistungen brauchen Weitsicht und persönliches Engagement. Davon profitieren am Ende die Auftraggeber.

Wie sieht die Zukunft der Mobilität aus? #208 – 29/09/2017

Wir haben alle Veröffentlichungen der letzten Wochen zum NIMIRUM Themenboost Mobility hier abschließend zusammengestellt – Fachbeiträge von Experten, unser Audioboost sowie kommentierte Links zum Thema.

Mobilität in China – ein Vorbild? #209 – 27/09/2017

Genau wie Deutschland investiert China in die Entwicklung von alternativen Antriebssystemen. Doch ganz im Gegensatz zu Deutschland scheinen Elektroautos in der Volksrepublik auch in der alltäglichen Verwendung realistisch angelegt zu sein.

Future of Mobility: Kampf der Mobilitätskulturen? #207 – 26/09/2017

Studien zur Zukunft der Mobilität fokussieren oft eine gutverdiendende, urbane Zielgruppe. NIMIRUM-Experte Gunter Heinickel erklärt, warum eine Verbreiterung der Perspektive auf vielen Ebenen notwendig ist, um die Anforderungen von Mobilitätslösungen zu identifizieren.

Haben Autos künftig ein Bewusstsein? #206 – 14/09/2017

Verkehrssoziologe Alfred Fuhr weiß, dass Autos nicht nur ein Bewusstsein haben, sondern auch betrügerische Taten vollbringen können. Darüber schreibt er in „Haben Autos künftig ein Bewusstsein? Ein vorausschauender Rückblick auf die IAA 2017 aus der Perspektive der automobilen Gesellschaft.“