Menü
Kontakt
Hypermobility! NIMIRUM auf der Hypermotion

Hypermobility! NIMIRUM auf der Hypermotion
#216 11/12/2017 Geschätzte Lesezeit: 4 Minuten.

Alfred Fuhr war für NIMIRUM auf der neuen Messe Hypermotion in Frankfurt und hat mit Beteiligten und Gästen über den Begriff der Hypermotion als Oberbegriff zu Mobilität, Logistik, Digitalisierung und Dekarbonisierung gesprochen. Bildquelle: Messe Frankfurt Exhibition GmbH.

Digitalisierung und Dekarbonisierung sind die Motoren hinter dem radikalen Wandel der Logistik- und Mobilitätsbranche. Mit rasantem Tempo entstehen immer neue, vernetzte, integrierte und multimodale Systeme und Lösungen. Um diese Veränderungen abzubilden und ihre Auswirkungen auf Wirtschaft und Gesellschaft zu diskutieren, hat die Messe Frankfurt die Hypermotion ins Leben gerufen. Zu den Ausstellern der Hypermotion gehörten etablierte Unternehmen aus der Verkehrs- und Logistikbranche genauso wie mittelständische und kleine Unternehmen wie Start-ups und Mobilitätspioniere.

In Kooperation mit der Hessen Trade and Invest GmbH und MoWi.net organisiert die House of Logistics and Moblity GmbH (HOLM) mit der Hpermotion einen hessischen Gemeinschaftsstand zum Thema Digitalisierung.

Damit schließt die Messe Frankfurt im Geschäftsbereich Mobility & Logistics eine Lücke im nationalen und internationalen Messemarkt: Es entsteht eine eigenständige Plattform für die digitale Transformation im Verkehrsbereich als übergeordnetes Leitthema.

Für NIMIRUM war unser Mobility-Experte Alfred Fuhr im November mit dabei, hat Eindrücke gesammelt und auch mit einigen Akteuren über das Konzept der Hypermotion gesprochen. Alle Interviews sind direkt im Umfeld der Messe entstanden.

Michael Kluger

Michael Kluger ist Senior Projectmanager der Innos+Sperlich GmbH und hat die Messe mitgestaltet. Vor Ort ist er vor allem mit dem Forum Elektromobilität aktiv. Seiner Einschätzung sei es besonders wichtig, dass verschiedene Akteure hier auf einer neutralen Plattform zusammen finden, über dieThemen der Messe sprechen und dabei über den Tellerrand der eigenen Branche hinaus schauen. So könne man mit anderen Akteuren in den Kontakt treten und lernen, wie gemeinsam für die Logistik und die Mobilität der Zukunft Lösungen generiert werden können.

Der Begriff der Hypermotion

Für Michael Kluger ist Hypermotion das Unbekannte, vielleicht auch in Bezug auf den sogenannten Hyperraum ein unbekannter, zukünftiger Raum, in dem man nicht genau sagen kann, was in diesem Bereich eigentlich passiert und was die Digitalisierung für Chancen und Herausforderungen bereithält.

Die Vorsilbe hyper bedeutet in der griechischen Ursprungsbedeutung über und kann so gleichzeitig eine besonders starke Ausprägung beschreiben oder einen Oberbegriff markieren.

Der Hyperraum ist eigentlich ein mathematisches Konzept für geometrische Räume mit mehr als drei Dimensionen. Er steht besonders in der Science Fiction, aber auch generell in Kunst und Literatur für eine alternative Welt jenseits der uns bekannten physikalischen Gesetze oder eine undurchschaubare, höhere Dimension.

Für Michael Benz — Mitbegründer der Hypermotion — war der Begriff der Versuch eine Assoziation zu finden, die mehrere Themenfeldern umfasst. Logistik, Mobilität, Digitalisierung und Decarbonisierung waren für ihn die vier wesentlichen Begriffe, die die Hypermotion beschreiben sollte.

Michael Benz

Neben seiner Tätigkeit an der International School of Management Frankfurt und seiner Benz & Walter GmbH leitet Michael Benz auch das Institut SCM@ISM.


Mehr Wissen?

Mit Research von NIMIRUM können auch Sie individuelle Insights und Handlungsempfehlungen für Ihre Projekte nutzen.
Ihre Fragen. Unsere Antworten.


Themenfelder der Messe

Mobilität ist in der Wahrnehmung der Menschen ein wichtiger Indikator für persönliche Freiheit. Logistik schafft Wachstum und Wohlstand für Unternehmen und Gesellschaft. In Zeiten der Digitalisierung und Dekarbonisierung müssen Logistik und Mobilität jederzeit verfügbar und zuverlässig sein. Und das Verkehrssystem der Zukunft muss intelligent sein, also vernetzt, integriert, digital, sicher, multimodal und bezahlbar. Dafür müssen bisherige tradierte Systemgrenzen zwischen der Logistik, Mobilität, Infrastruktur, Verkehr und Transport überwunden werden. Bisher in eigenständigen Veranstaltungen und Messen auf Verkehrsträger und Branchen fokussierte Communities müssen verschmolzen, teilweise modernisiert und revitalisiert werden.

Der zentrale Ansatzpunkt für die neue Messe Hypermotion ist daher das bereits anerkannte Konzept der Intelligenten Transport-Systeme (ITS), der unter dem Blickwinkel der Digitalisierung weiterentwickelt werden soll. Damit wird die Hypermotion die erste eigenständige Plattform für die digitale Transformation von Verkehr, Mobilität und Logistik.

Im Zentrum stehen sieben miteinander vernetzten Themenbereiche Connectivity (im Kern das bisherige ITS), Monitoring & Transparency, Data Analytics & Security, Hypermodality, Sustainability, Synchronized Logistics und Smart Regions.

Diese verknüpfen die Kernelemente des heutigen und zukünftigen Verkehrssystems:

  • Infrastruktur (Verkehrsträger inkl. Planung, Finanzierung)
  • Equipment (Fahrzeuge inkl. Entwicklung und Finanzierung)
  • Services & Applications (inkl. Forschung und Start-ups)

Mit Blick auf neue, vernetzte, integrierte und multimodale Systeme und Lösungen, die die Grenzen zwischen Logistik, Mobilität, Infrastruktur, Verkehr und Transport verschwimmen lassen, richtet sich die Messe an ein breites Publikum aus verschiedenen Bereichen. Vor allem ist die Hypermobility eine Plattform, die mit Hilfe Von Entscheidern konzipiert wurde, um für Entscheider Orientierung zu bieten.

Matthias Groher und Eckhard Bilitewski

Matthias Groher, Geschäftsführer des Institutes „Neue Mobilität“ Berlin war mit seinem Senior Advicer Eckhard Bilitewski ebenfalls auf der Hypermotion vertreten.

Interview mit Chirine Etezadzadeh

Was verbinden Sie mit dem Titel der Messe, dem Begriff Hypermotion?

Der Titel Hypermotion steht für das, was wir heute unter der Mobilität der Zukunft verstehen. Eine reibungslose, komfortable und saubere Mobilität von Personen und Gütern, die uns durch neue Technologien und die digitale Vernetzung ohne Gefühle des Verzichts ermöglicht wird. Die Hypermotion-Ausstellung stellt wegweisende Mobilitätslösungen vor, die Hypermotion-Konferenzen – allen voran die Blisscity – setzen diese Lösungen in einen Kontext.

Wurden Ihre Erwartungen erfüllt?

Die Umsetzung der Auftaktveranstaltung kann als äußerst gelungen bewertet werden. Wir haben ideale Voraussetzungen dafür geschaffen, um im kommenden Jahr die Positionierung der Hypermotion zu bestätigen und unmissverständlich zu manifestieren.

Was wünschen Sie sich für die Hypermotion 2018?

Eine sektorenübergreifende, große Awareness sowie eine resultierende Aussteller- und Besucherzahl bei gleichbleibender inhaltlicher und atmosphärischer Qualität.

Wir empfehlen Ihnen folgende Zitierweise:
Fuhr, Alfred: „Hypermobility! NIMIRUM auf der Hypermotion”, unter: https://www.nimirum.info/insights/b_216-von-der-mobility-zur-hypermotion/ (abgerufen am 28/05/2020).

Zur Person


Fuhr, Alfred

Alfred Fuhr

Alfred Fuhr ist Verkehrssoziologe, leitete von 1998 bis 2010 das AvD-Institut für Verkehrssoziologie und veröffentlichte verschiedene Forschungsarbeiten. Seit 2011 ist er freiberuflich als Berater mit dem Spezialgebiet Verkehr und Mobilität und berät unter anderem das Projekt Energie City Leipzig. Mit seinem Bureau für Kundensoziologie „Das Fuhrwerk“ leistet er Risikofeststellungen zu allen Themen der Verkehrssicherheit, (Geisterfahrerunfälle, illegale Autorennen, Gaffer, Ablenkung durch Smartphone etc.) und veröffentlicht O-Töne, Hörfunkbeiträge, Interviews und Beiträge zu Elektromobilität, Selbstfahrenden Autos, Datensouveränität und Verbraucherschutz.

Ein Thema, mit dem Sie beruflich zu tun haben?


Anja Mutschler

Anja Mutschler

Inhaberin

Dann helfen wir Ihnen, auf dem Laufenden zu bleiben. Nimirum bespielt fundiert eine Bandbreite an Themen, die für Menschen und Märkte derzeit interessant sind. Abonnieren Sie unseren Infoletter, der Ihnen regelmäßig alle Insights zusammenfasst. Oder buchen Sie eine Research von Nimirum, die Ihnen komplett und maßgeschneidert dieses Thema aufbereitet. Schauen Sie hier, was wir im Angebot haben oder kontaktieren Sie Anja Mutschler direkt als Ihre Ansprechpartnerin für Research-Projekte.

Kontakt mit Anja Mutschler

Dieser Artikel ist ihnen etwas wert:

Diesen Artikel bewerten:

Weitere verwandte Artikel lesen


Die Diversität des Erlebens. Chronisch krank in Zeiten der Krise #244 – 27/05/2020

„In dieser Krise herrscht eine große Diversität des Erlebens: Die einen langweilen sich, die anderen kämpfen ums Überleben. Erstere möchten nicht selten glauben, gefeit zu sein, und fordern, Einschränkungen nur noch für Risikogruppen gelten zu lassen. Diskriminierung also. Ausgrenzung. Wollte Deutschland nicht ein Sozialstaat sein, um soziale Gerechtigkeit bemüht?“ - Eines unserer #expertstatements von Ilka Baral.

#Expertstatements – eine Zwischenbilanz nach 25 Beiträgen #243 – 12/05/2020

„Funktioniert Infotainment in einer Welt, in der #FakeNews objektive Debatten an den Rand drängen und wissenschaftliche Erkenntnisse unter Druck geraten? Unsere #Expertstatements zeigen mir: Ja. Erfahrungswissen als pointierte Meinung ist ein gutes Format, um Orientierung zu bieten. Allerdings müssen knowledge worker die Gesetze von Social Media verstehen lernen – denn die digitale Informationsgesellschaft lebt maßgeblich vom Mitmachen“ – Eine Zwischenbilanz zu unseren #expertstatements von Anja Mutschler.

Wie verändert Corona unsere Mobilitätswelt? Eine Branche zwischen Angst, Vermutungen und Hoffnung #242 – 7/05/2020

„Was macht die Covid-19-Pandemie mit der Mobilitätsbranche, wenn wir kaum noch mobil sein können, wollen und sollen? Wie verändert das langfristig die Einstellung und das Verhalten der Verbraucher zu einzelnen Verkehrsmitteln? Dazu gibt es weder erprobte Theorien noch vorgefertigte Antworten. Doch es gibt uns die Chance, gemeinsam neue Lösungen zu finden!“ - Eines unserer #expertstatements von Marinela Potor.

Unsichtbares und der visuelle Kontext der Welt – wie Corona die Fotografie verändert #241 – 5/05/2020

„Die Coronakrise verändert nicht nur Bedingungen für die ganze Fotobranche, sondern die visuellen Erfahrungen jedes einzelnen. Alltägliches erregt Aufmerksamkeit und Konstrukte von Viren kommen ins Blickfeld. Unsichtbares verändert unseren visuellen Kontext der Welt. Das wird die Fotografie auf lange Jahre prägen!“ - Eines unserer #expertstatements von Fabian Haas.

Globale Livestreams, interdiszplinäre Formate, neue Einkunftsquellen – die Coronakrise als Chance für digitale Musiker #240 – 28/04/2020

„Die Coronakrise ist ein Katalysator für die Musikbranche, in der ein globales Publikum erreicht wird, neue Spenden- und Einkommensquellen entstehen und vor allem neue musikalische Formate entstehen. Es gilt die Harmonie der realen und virtuellen Welt als neuen Zusammenklang zu begreifen.“ - Eines unserer #expertstatements von Lukas Dreyer.

„Messeblindzeiten“ – Chancen und Risiken virtueller Messen und Events #239 – 21/04/2020

„Schon heute haben wir Simulationen, die uns das Abbild eines Menschen und seine Stimme ins Büro zaubern. Ohne Kosten, ohne Gedränge, ohne Fußschmerzen bei Besuchern und Standpersonal. Auch ohne das Virus lässt sich erkennen, dass Messen wie handgeschriebene Briefe zum Luxus werden. Diesen Luxus sollten wir – wenn wir wieder dürfen – auf der nächsten Messe sehr bewusst genießen.“ - Eines unserer #expertstatements von Alfred Fuhr.

Medizinethik vor neuer Bewährungsprobe: Coronakrise als Chance? #238 – 17/04/2020

„Jetzt, da immer klarer wird, dass eine einfache Rückkehr zu dem, was wir vor Corona als Normalität ansahen, nicht möglich ist: Wo wollen wir uns verorten? Wo befinden wir uns überhaupt als Menschen? Müssen wir in einer Zeit, in der wir immer mehr können, nicht lernen, unsere Grenzen neu zu sehen? Was ist für jeden Einzelnen Leben? Was Lebensqualität?“ - Eines unserer #expertstatements von Dr. med. Ute Altanis-Protzer.

Expertenwissen in der Kommunikation – Aufwind nach Coronakrise? #237 – 15/04/2020

„Die Wissenschaft hat in der Coronakrise getan, was sie am besten kann: auf Grundlage akademischer Erkenntnisse erörtern, wie die Lage zu bewerten ist und welche Handlungsempfehlungen getroffen werden können. Aus Sicht der Wissenschaft. Nicht: aus Sicht der Bevölkerung. Oder der Politik. Oder der Wirtschaft.“ - Eines unserer #expertstatements von Anja Mutschler.

Die Latenz der Menschlichkeit – Corona in Zeiten von Shitstorms und Hatespeech #236 – 9/04/2020

„In Zeiten von Corona erleben die Menschen eine Welle der Solidarität und Hilfsbereitschaft. Hat Corona den Hass besiegt? Nein! Zum einen ist es eine menschliche Eigenschaft, in Notsituationen zu helfen. Ebenso haben die Leute aktuell Wichtigeres zu tun. Ein sorgenfreies Leben scheint ein guter Nährboden für die Entwicklung von Hatespeech und Shitstorms zu sein. Doch wie echt ist eine Solidarität, die nur in Krisenzeiten auftritt? Es wäre wünschenswert, wenn etwas Menschlichkeit auch nach Corona in der Gesellschaft weiterlebt.“ - Eines unserer #expertstatements von Dr. Christian Salzborn.

Interne und externe Krisenkommunikation in Zeiten von Corona #235 – 2/04/2020

„Die aktuelle Krise belegt, dass wir wirksame und gut ausgearbeitete Kommunikations- Notfallpläne brauchen, die kurzfristig aktiviert werden können. Helfen Sie Ihrer Organisation nun durch eine vertrauensbildende Kommunikation.“ - Eines unserer #expertstatements von Dr. Simone Burel.