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Was in einer spannenden Infografik unbedingt drin sein muss #24 – 15/04/2015

Daten sind schön, heißt es immer wieder. Bevor sie schön sein können, müssen sie aber erstmal stimmen. Die Auswirkungen von Infografiken sind weitreichend, umso wichtiger ist die gründliche Recherche.

Haben schlechte Infografiken den Absturz des Space Shuttles Challenger verursacht? Der Informationsdesigner Edward Tufte stellte diese These vor einigen Jahren auf. Sie ist umstritten. Tufte hat sich aber sehr genau zwei Grafiken angeschaut: Mit diesen versuchten einige Ingenieure, auf ein Sicherheitsrisiko hinzuweisen. Die Grafiken sind ziemlich verwirrend, und die Entscheidungsträger bei der NASA verstanden wohl nicht wirklich, worum es ging. Kurze Zeit später waren sieben Astronauten tot. Schon allein das zeigt, dass weitreichende Entscheidungen von visualisierten Daten abhängen.

Infografiken gehören zum Wissenstransfer wie Nutella zum Frühstück. Sie sind eine relativ neue, inzwischen aber fest etablierte Gattung der Kommunikation. Und man könnte sagen, sie steht in einer großen Tradition: Das Schöne und das Wahre sind hier vereint. Goethe hätte wahrscheinlich seine Freude daran gehabt. Geschmackvoll aufbereitete Informationen sind jedenfalls viel leichter verdaulich als trockene Textwüsten. Und das PR-Journal brachte gerade gestern eine Liste von 10 unerlässlichen Zutaten für die gelungene Aufbereitung. 

Der an der Hochschule Augsburg lehrende Informationsdesigner Michael Stoll warnt allerdings: „Infografiken [sind] kein Allheilmittel im Journalismus oder für die Wissensvermittlung per se.“ Mit ein paar Farben und geometrischen Elementen ist es noch nicht getan. Infografiken brauchen die Zusammenarbeit von guten Grafikern und Programmieren und guter Recherche. 

Als Wissensdienstleister liefern wir liebend gern Daten und Informationen, und wir freuen uns, wenn unsere Kunden etwas so Schönes draus machen wie die Illustration des chinesischen Marktes für Bioprodukte -- ein Beispiel aus einer wachsenden Reihe von Grafiken des Konfuzius-Instituts Leipzig, die mit NIMIRUM-Daten gefüttert sind. Sie erreichen sie hier und per Telefon unter +49 (341) 580 680 73.

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