Stabilität ist für viele Menschen ein hohes Ziel. Tatsächlich aber leben wir in einer Welt, in der sich Lebenswelten schnell ändern. Die Globalisierung, technischer Fortschritt, politische Entwicklungen und nicht zuletzt die Klimakrise verändern unseren Alltag. Sprunghaft oder stetig. NIMIRUM hat viele dieser Trends und Debatten in den letzten Jahren akribisch begleitet. Unsere Brille auf die Zu- und Umstände ist humanistisch geprägt. Deshalb versammelt unsere Expert Community Menschen mit vorrangig gesellschaftswissenschaftlicher Ausbildung und Erfahrung.

Statt in immer wieder so smart wie abstrakt bleibenden Trendbegriffen zu sprechen, benennen wir die aus unserer Sicht wichtigsten Tätigkeiten des Menschen: arbeiten, bewegen, engagieren, entfalten, erholen, informieren, konsumieren, wohnen. In diesen Lebensräumen der Menschen sezieren wir auftragsbezogen Impulse und dokumentieren Auswirkungen der gegenwärtigen Treiber: Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Diversity.

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Unsere Themen in der Übersicht:

ARBEITEN

Arbeiten ist ein zentraler Lebensbereich. Vieles hängt an der Frage, ob wir Arbeit haben. Und dann auch: wie wir arbeiten. NIMIRUM schaut aus drei Perspektiven auf die neue Arbeitswelt. Digital arbeiten:(/arbeiten/#digital-arbeiten) Pioniere der neuen New-Work-Bewegung sehen die Digitalisierung des Arbeitens als große Chance für besseres Arbeiten. Ist Arbeit 4.0 wirklich anders? Oder arbeiten wir einfach nur mit neuen Tools und Workflows? Nachhaltig arbeiten:(/arbeiten/#nachhaltig-arbeiten) Corporate Social Responsibility fristete lange ein Schattendasein in den Schaltzentralen von Unternehmen. Mit Klimakrise und EU Green Deal nimmt das Thema an Fahrt auf. Ist die Zeit von “Greenwashing” jetzt vorbei? Divers arbeiten:(/arbeiten/#divers-arbeiten) Diversity am Arbeitsplatz ist ein großes Thema. Ebenso: Chancengleichheit bei Ausbildung und Beruf und faire Bezahlung. Die soziale Frage in der Arbeitswelt prägt viele Debatten. Wie ungleich ist die Arbeitswelt heute - und wie können wir das ändern? Fragen Sie eine:n Historiker:in, eine:n Soziolog:in, eine:n Psycholog:in oder eine:n Organisationsforscher:in, werden Sie vier Perspektiven bekommen. Fragen Sie Arbeitnehmer:innen und Selbstständige, zwei weitere. Die Multiperspektivität, die wir mit unserer Expert Community bereitstellen können, ist ein Vorteil, um komplexen Fragen der Gegenwart auf die Schliche zu kommen. Die Fähigkeit, komplexe Themen so zu erzählen, dass Sie nachhaltig wirken, ist eine andere. Anja Mutschler und Ihr Team betreuen wissensorientierte Entscheidungsfindung & Kommunikation.

ENGAGIEREN

Gerade in Gesellschaften, die sich immer weiter kulturell und sozial differenzieren, werden vielfältige Möglichkeiten zur Integration und Teilhabe wichtiger. Auch in Deutschland entwickelt sich das Interesse an Politik von Jahr zu Jahr dynamisch — im langfristigen Trend steigt das Interesse. Wir wollen mitreden und uns einmischen und handeln kontinuierlich aus, wie wir unser Zusammenleben gestalten wollen. Dazu gehört auch, wie viel Einfluss wir direkt ausüben wollen und wie wir regiert und verwaltet werden wollen. Wesentlich für aktuelle Entwicklungen sind Chancengleichheit, digitale Möglichkeiten und nachhaltige Entscheidungen: Chancengleich engagieren:(/engagieren/#chancengleich-engagieren) Gerade Menschen, die durch eine aktuelle politische Realität benachteiligt werden, haben häufig keine starke Lobby und wenig Möglichkeiten zur Einflussnahme. Wie lassen sich solche Abwärtsspiralen von sozialen und politischen Ungleichheiten in einem gesellschaftlichen Zusammenleben verhindern? Nachhaltig engagieren:(/engagieren/#nachhaltig-engagieren) Politische Entscheidungen verlaufen zyklisch und orientieren sich oft nur an der aktuellen Wahlperiode und dem nächsten Wahlkampf. Zurecht haben daher gerade jüngere Generationen das Gefühl, dass Probleme, die direkt ihre Zukunft betreffen, immer häufiger auf die lange Bank geschoben werden. Wie kann ein gemeinsames Bewusstsein für eine nachhaltige Gesellschaft entstehen? Digital engagieren:(/engagieren/#digital-engagieren) Sowohl Staaten als auch Bürger:innen nutzen verstärkt digitale Technologien. Gerade an den Schnittstellen zwischen beiden Gruppen in Politik und Verwaltung gibt es jedoch immer wieder Kritik an unsicheren und manipulierbaren Tools. Wie lassen sich gesellschaftliche und politische Prozesse auch digital verhandeln und umsetzen?

ENTFALTEN

Die freie Entfaltung der Persönlichkeit ist im 2. Artikel des Deutschen Grundgesetzes festgeschrieben und ein Kernanliegen der Aufklärung und des Humanismus. Die individuelle Autonomie hat rechtliche, politische, psychologische und philosophische Dimensionen. Kreativität und Bildung sind wichtige Motoren der menschlichen Entfaltung, die im 21. Jahrhundert quer durch alle Schichten und Lebensräume stattfindet. Selbstentfaltung und Selbstbezogenheit werden dabei bisweilen verwechselt. Digitalität, Nachhaltigkeit und Diversität beeinflussen Möglichkeiten und Debatte dabei wesentlich: Digital entfalten:(/entfalten/#digital-entfalten) Selbststudium und der eigene DIY-Shop, Blog oder YouTube-Channel, und die berüchtigte Schwarmintelligenz: Die digitale Ära hat die Entfaltungsmöglichkeiten geradezu explodieren lassen. Beuys (“Jeder Mensch ist ein Künstler”) wäre stolz auf uns. Oder doch nicht? Wie viel echte Entfaltung steckt in der zur Schau gestellten Kreativität? Und: Wie viel Business Mindset steckt in digitalen Entfaltungsangeboten? Nachhaltig entfalten:(/entfalten/#nachhaltig-entfalten) Wie viel Demut verträgt Entfaltung? Stehe ich der erhabenen Natur staunend gegenüber? Oder entfalte ich mich, *indem* ich sie überwinde? In der Hochphase des Liberalismus schien die Natur eher Gegner als Freund des Menschen. Die Klimakatastrophe hat die Harmonie von Mensch und Natur wieder ins Zentrum des Bewusstseins gerückt - nicht nur Radfahrerin und Yogalehrer, Waldemerit oder Bildhauerin, auch die Aktivist:innen von #FridayForFutures, Anhänger von Frugalismus oder Ethic Hackers sind Personengruppen, die ihre persönliche Autonomie (auch) über Nachhaltigkeit definieren. Divers entfalten:(/entfalten/#divers-entfalten) Die persönliche Autonomie und Selbstentfaltung ist immer mehr Menschen zugänglich. In autokratischen Systemen gehen Menschen auf die Straße, um für ein System zu demonstrieren, das ihnen mehr persönliche Autonomie und Selbstverwirklichung gewährt. Mehr Bildung und Teilhabemöglichkeiten fördern die Entfaltungsmöglichkeiten - zugleich geraten sie dabei an Grenzen: Wo ich mich entfalte, kann es eine andere Person nicht mehr. Ist Entfaltung für alle realistisch?

KONSUMIEREN

Leben wir noch in einer Konsumgesellschaft? Kann es eine Post-Wachstumsgesellschaft aber überhaupt geben? Unser ganzes Gesellschaftssystem ist um das Angebot-und-Nachfrage-Prinzip aufgebaut. Konsumieren stammt von consumere, lateinisch für etwas verbrauchen. Tatsächlich ist die (Nicht-)Nachhaltigkeit unseres Konsums einer der größten Zankäpfel unserer Tage. Nachhaltig konsumieren:(/konsumieren/#nachhaltig-konsumieren) Bewusst zu konsumieren gehört zu den Insignien einer wachsenden kritischen Käuferschaft. Als Hipster oder Ökofreaks verschrien, hat diese Konsument:innengruppe insbesondere im Lebensmittel- und Fashionbereich mittlerweile großen Einfluss auf das Angebot. Nicht immer stimmen Anspruch und Wirklichkeit überein, Stichwort Billigfleisch. Digital konsumieren:(/konsumieren/#digital-konsumieren) Der größte Gewinner dieser Tage ist der Online-Handel - ein Satz, gültig seit etwa x Jahren, als der digitale den analogen Handel überholt hat. Im Grunde aber ist der digitale Handel auch schon wieder alt, geprägt von den Anforderungen Wegwerfgesellschaft der (Stichwort: Retouren, Preiskampf, Verfügbarkeit). Was kommt als nächstes? Drohnen in Städten? Oder doch eher ein Versuch, auch digital bewusst konsumieren zu lernen? Divers konsumieren:(/konsumieren/#divers-konsumieren) Wer hat, der hat. Der Materialismus kennt keine Gnade. Konjunkturprogramme der Politik, wie wir sie gerade erleben, belohnen den Konsum. Und nur, wer viel Geld hat, kann viel konsumieren. Auch vor dem Hintergrund der Chancengleichheit wäre weniger Konsumfixierung wünschenswert. Zu konsumieren ist aber einfacher als nicht zu konsumieren. Und wer nichts hat, will mehr haben. Deshalb gehört zu einer Teilhabediskussion auch die Frage, wie viel Konsum wir denen, die nicht so viel haben, eigentlich zugestehen. Seit Hartz-IV: nicht mehr viel. Ist das richtig? Und wie nachhaltig kann Konsum für alle überhaupt sein?

WOHNEN

Zwischen Wohnungsknappheit und Smart City: Wir sind, wie wir wohnen. Oder wer wir sein sollen und dürfen? Der Staat wird in der Kommune für jede:n einzelne:n Bürger:in greifbar. Eine Stadt der Zukunft, so viel ist heute klar, ist vernetzt. Ein Modell für alle Städte? Tokyo, München, New York – Städte, in denen viele Menschen lange auch ohne ausreichend Wohnraum gelebt haben. Oft, weil sie es wollten: Mega, diese City! Gehört dieses Wohnkonzept in Zeiten von Pandemie, Home Office und geschlossenen Diskotheken der Vergangenheit an? Drei Perspektiven, mit denen sich auf wohnen zu blicken, lohnt: Chancengleich wohnen:(/wohnen/#chancengleich-wohnen) Seit es den modernen Städtebau gibt, gibt es die Diskussion um den sozialen Städtebau. Sind Smart Cities im 21. Jahrhundert der neue Heilsbringer? Auf Wien, auch eine Smart City, schauen Städte aber aus anderen Gründen neidvoll: die österreichische Hauptstadt kann ihren Bürger:innen bis heute passable Mieten und ausreichend Wohnraum zur Verfügung stellen. Nachhaltig wohnen:(/wohnen/#nachhaltig-wohnen) Die Solaranlage auf dem Dach oder das Blockkraftwerk im Keller. Urban Gardening oder Green Buildings: Der Wohnbereich gehörte zu den Lebensbereichen, die frühzeitig nachhaltige Impulse umsetzten. Nun folgt die größere Aufgabe: Städte in nachhaltige Orte verwandeln. Wie kann dieses riesige Projekt gelingen? Digital wohnen:(/wohnen/#digital-wohnen) Wie smart das eigene Home ist, entscheiden die Nutzergruppen derzeit nach Belieben. Alexa ja, aber Nassrasierer. Automatischer Milcherwärmer, aber Handbesen. Die Messe ist noch nicht gelesen. Europa, immerhin, entdeckt derweil die Smart City als sinnstiftendes Vorzeigeprojekt.